Armin Laschet möchte den „Brücken-Lockdown“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will das nächste Bund-Länder-Treffen vorziehen und fordert einen härteren Lockdown.

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Armin Laschet möchte den „Brücken-Lockdown“

Bis mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft wurden, soll es einen harten Lockdown geben. Aufgrund der dritten Corona-Welle schlägt CDU-Chef Armin Laschet einen kurzen, aber dafür sehr harten Lockdown vor.

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Laschet drängt auf harten Lockdown

Regierungsgebäude in Berlin

Wie die „tagesschau“ berichtet, sprach sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet für einen harten und kurzen Lockdown im April. Nachdem er das Impfzentrum der Städteregion Aachen besuchte, sprach er von einer „Ausnahmesituation“. Schnelles Handeln sei nötig, um die dritte Corona-Welle aufzuhalten. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten hat sich bis Ostermontag auf mehr als 4100 erhöht.

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„Geschieht nichts, werden die Zahlen weiter erheblich zunehmen“, so die Warnung von Laschet. Ein neuer „Brücken-Lockdown“, soll dabei helfen, dass wir ein niedrigeres Niveau erreichen und die Corona-Pandemie wieder einigermaßen in den Griff bekommen. Das niedrige Niveau soll durch Testungen gehalten werden, bis immer mehr Menschen geimpft sind. „Die Brücke zu einem durchschlagenden Erfolg beim Testen erfordert, dass wir noch einmal in vielen Bereichen nachlegen und uns in Richtung Lockdown bewegen“, so Laschet. Dabei könnten auch Ausgangsbeschränkungen „in den Abend- und Nachtstunden“ in Betracht gezogen werden.

Bund-Länder-Treffen soll vorgezogen werden

Deutscher Bundestag

Vor allem bei Kitas und Schulen sei es notwenig, sich nur auf das Notwendige zu konzentrieren. Und auch bezüglich des Homeoffice sagt Laschet, dass wir mehr machen müssen. Es seien nämlich immer noch viel zu viele Menschen ganz normal am Arbeiten. Innerhalb von zwei bis drei Wochen soll deswegen der Anteil der Mitarbeiter, die vom Homeoffice aus arbeiten, erhöht werden. Für seine Einschätzung soll er Zuspruch von vielen Ministerpräsidenten, der Kanzlerin und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bekommen haben. Jetzt sei es nur noch nötig, schnell zu handeln und klare Entscheidungen zu treffen.

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Michael Müller, der Bürgermeiste von Berlin, ist sehr kritisch gegenüber dem Vorschlag von Laschet: „Es ist, glaube ich, noch sehr viel unklar, was Herr Laschet damit meint“, so Müller beim ARD-Hauptstadtstudio. „Ein Brücken-Lockdown für eine Übergangszeit und dann mit welchen Maßnahmen? Und das soll so lange gelten, bis viele Menschen geimpft sind. Was heißt das alles? Also, ich glaube, da sind viele Überlegungen auch bei Herrn Laschet noch nicht abgeschlossen, und insofern glaube ich, macht es auch keinen Sinn, jetzt vorfristig zu einer Ministerpräsidentenkonferenz zusammenzukommen“, führte er fort.

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