Blitzer-Skandal: Was betroffene Autofahrer jetzt tun können

Der betroffene Blitzer„Leivtec XV3“ lieferte wohl reihenweise Fehlmessungen.

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Blitzer-Skandal: Was betroffene Autofahrer jetzt tun können

Blitzer-Skandal um das mobile Gerät „Leivtec XV3“: Messungen, die mit diesem Gerät durchgeführt wurden, sind Falschmessungen. Was du als Autofahrer wissen musst und wie du dich gegen unberechtigte Bußgelder wehrst, erfährst du hier.

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Mobiles Gerät ist durch Falschmessungen aufgefallen

Blitzer

Wie das Portal „Geblitz.de“ und „focus“ berichten, verursachte das Blitzgerät bereits seit 2020 Falschmessungen. Mittlerweile hat sogar der Hersteller des mobilen Geräts „Leivtec XV3“ reagiert und das Gerät „aus dem Verkehr gezogen“. Es war deutschlandweit im Einsatz. Medienberichten zufolge hätten Sachverständige bei Testversuchen im vergangenen Jahr schon festgestellt, dass es deutliche Abweichungen bei den Messungen gibt.

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Bei ihren Prüfungen hatten sie zwei der Geräte nebeneinander aufgebaut und das gleiche Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt. Die Ergebnisse wichen um ganze 16 km/h voneinander ab. Solltest du also ein Betroffener in einem Bußgeldverfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitung sein, solltest du dringend überprüfen lassen, mit welchem Messgerät man deine Geschwindigkeit gemessen hat.

Das kannst und solltest du tun

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Laut „ADAC“ gibt es in Deutschland rund 4700 fest installierte Blitzer. Das Lasergerät „Leivtec XV3“, das für den mobilen Einsatz gebaut wurde, wird in Deutschland 525 Mal in Deutschland verendet (Stand: Dezember 2019). Allerdings wird es überwiegend für Tempo-Messungen der Kommunen verwendet und kommt nur selten durch die Polizei zum Einsatz.

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Wenn du das Bußgeldverfahren wegen erhöhter Geschwindigkeit überprüfen lassen hast und bei deinem Verstoß das Lasergerät „Leivtec XV3“ verwendet wurde, lohnt es sich, einen Anwalt einzuschalten. Die Messung ist dann nämlich höchstwahrscheinlich ungültig und der Bußgeldbescheid ebenso. Wir raten dir also dringend einen guten Anwalt zu suchen und dagegen vorzugehen.

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