Corona-Knast: Erstes Gefängnis für Corona-Brecher geht in Betrieb

Alle, die sich in Deutschland den Quarantäne-Vorgaben widersetzen, könnten dort in den Knast wandern.

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Corona-Knast: Erstes Gefängnis für Corona-Brecher geht in Betrieb

Im Norden von Deutschland, genauer gesagt in Neumünster (Schleswig-Holstein), geht der erste Corona-Knast für sechs Personen an den Start. Wer sich zum Beispiel ganz den Vorgaben widersetzt, könnte eine Haftstrafe bekommen.

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Der erste „Corona-Knast“ in Neumünster (Schleswig-Holstein)

Corona-Gefängnis in Neumünster

Ähnliche Pläne gibt es bereits auch für Hamburg. Auch denkt man aktuell über einen sogenannten „Corona-Knast“ nach. Der Staatssekretär im Kieler Justizministerium, Wilfried Hoops, berichtete gegenüber der „SHZ“, dass auf dem Gelände der Jugendarrestanstalt Moltsfelde in Neumünster momentan eine Quarantäneeinrichtung eingerichtet wird. Sie soll in den kommenden Tagen in Betrieb gehen.

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Die Einrichtung befindet sich in einem komplett separaten Gebäude und bietet Platz für bis zu sechs Personen. Falls jemand wirklich in den „Corona-Knast“ muss, dann wird er von 30 Beamten betreut, die sich im Drei-Schichten-System um ihn kümmern. Ob und wann jemand bei Verstoßen in den Knast muss, ist derzeit allerdings noch unklar.

Nur ein Richter kann entscheiden, wann, weshalb und wie lange eine Person ins Gefängnis oder in so eine Unterbringungsstelle für Corona-Regelbrecher muss.

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