Drogenpolitik: Mexiko ist kurz davor, Cannabis zu legalisieren

Der Kauf, Konsum und Eigenanbau von Cannabis soll bald in Mexiko völlig legal sein.

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Drogenpolitik: Mexiko ist kurz davor, Cannabis zu legalisieren

Es ist etwa 100 Jahre her, dass der Konsum von Cannabis in Mexiko verboten wurde. Und trotzdem wird, wie in vielen anderen Teilen der Welt auch, trotzdem genügend gekifft. Ein entsprechender Gesetzesentwurf, der kurz vor der Verabschiedung steht, würde Mexiko zu einem von drei Ländern machen, in denen der Freizeitgebrauch nicht mehr illegal ist.

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Bis zu 28 Gramm für den Eigenbedarf

Cannabis-Pflanze

Um den Drogenkartellen das Leben schwer zu machen und sie zu bekämpfen, beschließt Mexiko, dass der Besitz und der Kauf von Marihuana demnächst völlig legal ist. Denn sobald die Drogen legal gehandelt werden dürfen, verdient der Staat nicht nur ordentlich mit, sondern die Mafia verliert eine ihrer Einnahmequellen. Künftig soll jeder Erwachsene in Mexiko eine Marihuana-Pflanze im Blumentopf anpflanzen dürfen oder aber Marihuana bei einem staatlich registrierten Händler kaufen.

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Mexiko wäre mit seinen 126 Millionen Einwohnern wäre damit nach Uruguay und Kanada der dritte Staat weltweit, der den Freizeitgebrauch der pflanzlichen Droge legalisiert. »Theoretisch entsteht dadurch der größte legale Markt der Welt, da Mexiko über große Produktionskapazitäten verfügt«, sagte Lisa Sánchez, Leiterin der Organisation »Mexiko vereint gegen das Verbrechen«. Sobald der Gesetzesentwurf verabschiedet wird, dürfen Mexikaner 28 Gramm für den Eigenbedarf besitzen und bis zu acht Cannabispflanzen anbauen.

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