Genderneutral: Studentin entwirft neues Kartenspiel

Eine Studentin aus den Niederlanden hat Spielkarten ohne König, Dame und Bube entworfen.

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Genderneutral: Studentin entwirft neues Kartenspiel

Die genderneutralen Spielkarten haben weder König, noch Dame oder Bube. Bei dem genderneutralen Kartenspiel wurden sie durch Goldbarren, Silbermünzen und einem Bronzeschild ersetzt. Für das genderneutrale Kartenspiel hat die niederländische Frau Spott von TV-Moderator Piers Morgan geerntet.

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„GSB-Karten“: Indy Mellink entwirft das genderneutrale Kartenspiel

Ein normales Kartenspiel

Die junge Psychologie-Studentin entschied, dass es an der Zeit sei „mit der jahrhundertealten Tradition der geschlechtlichen Ungleichheit in Spielkartendecks zu brechen, die Männer über Frauen stellen.“ Die Entscheidung fiel, als ihr kleiner Cousin sie beim Kartenspielen fragte, warum der König über der Dame stehe. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur „Reuters“ erklärte sie: „Wenn wir diese Hierarchie haben, dass der König mehr wert ist als die Königin, dann beeinflusst diese subtile Ungleichheit die Menschen in ihrem täglichen Leben, weil es nur eine andere Art ist, zu sagen 'Hey, du bist weniger wichtig'. Selbst subtile Ungleichheiten wie diese spielen eine große Rolle.“

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Hier gibt es ein kurzes Video auf Twitter:

Ihr geschlechtloses Kartenspiel, bei dem die Bilder von König, Dame und Bube durch Goldbarren, Silbermünzen und einem Bronzeschild ersetzt wurden, kamen so gut an, dass sie innerhalb weniger Monate 1.500 Packungen verschickte. Es sollen auch Bestellungen aus Belgien, Deutschland, Frankreich und der USA dabei gewesen sein. Während sie die ersten Kartendecks noch an Freunde und Familie verkaufte, kann man die „GSB-Karten“ mittlerweile auch online kaufen.

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So sehen die Spielkarten aus:

Zuspruch bekommt sie auch von Berit van Dobbenburgh, Leiterin des niederländischen Bridgeverbandes. „Es ist gut, dass wir über Geschlechtsneutralität nachdenken“, so Berit. „Es wäre kompliziert, eine formale Umstellung vorzunehmen, weil das eine Aktualisierung der Regeln erfordern würde“, führte sie fort und fragt sich, ob es das wert sei. „Aber Geschlechtsneutralität, ich bin voll dafür! Es ist toll, dass jemand in diesem Alter dies bemerkt hat. Es ist die neue Generation“, sagte sie abschließend.

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Dem TV-Moderator Piers Morgan scheint die Idee aber alles andere, als zu gefallen. Er teilte und kommentierte auf Twitter den Reuters-Beitrag mit „Oh FFS“ („For Fuck's Sake“), was soviel bedeutet wie „Verdammt noch mal“.

Hier kannst du den Kommentar auf Twitter lesen:

Einige Twitter-Nutzer scheinen die gleiche Meinung zu vertreten, wie der TV-Moderator. Manche sprechen sogar davon, dass die 23-jährige Niederländerin doch gleich auch noch ein neues Schach-Set entwerfen sollte, also ein Schach-Set, bei dem die Dame weniger mächtig ist. Der Kommentar „lächerlich“ mit vielen lachenden Smileys ist auch häufig zu lesen.

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