Wegen Rassismus: Dänemark benennt Eis um

Die Eiscreme-Hersteller kündigten an, den Namen „Eskimo“ von einem seiner Produkte zu entfernen, weil er Inuit und andere arktische Völker beleidigt.

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Wegen Rassismus: Dänemark benennt Eis um

Jeder, der in Dänemark lebt, kennt die Bezeichnung „Eskimo“. Und zwar nicht als rassistische Äußerung oder Beleidigung, sondern als beliebtes Eis mit Schwarzer-Johannisbeeren-Füllung und Schokoladenüberzug. Doch weil der Begriff von einigen indigenen Völkern als diskriminierend empfunden werden könnte, soll in den kommenden Wochen und Monaten ein Namenswechsel erfolgen.

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Produkte sollen bessere Namen erhalten

Das beliebte Eskimo-Eis aus Dänemark

Die zwei großen dänischen Eis-Produzenten (Premier Is und Frisko) und die Supermarktkette (Rema 1000) haben sich nun entschieden: Sie wollen ihre Produkte mit dem Namen „Kæmpe Eskimo“ („Riesen-Eskimo“) umbenennen, damit das Eis nicht mit Rassismus und Diskriminierung in Verbindung gebracht wird. Stattdessen möchte Frisko das Eis zukünftig „Solbær Stang“ („Johannisbeer-Stange“), Premier Is „Kæmpe Solbær“ („Riesen-Johannisbeere“) und Rema 1000 „Solbær Drøm“ („Johannisbeer-Traum“) nennen.

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Laut „stern“ sagte der Konzern Unilever gegenüber dem dänischen Fernsehsender TV2: „Wir glauben, dass der Name 'Solbær Stang' unsere kürzlich angekündigten sozialen Verpflichtungen besser widerspiegelt und den Geschmack des Produkts besser beschreibt.“ Frisko gehört übrigens als dänischer Ableger von Langnese zu Unilever. Wir finden den Schritt gut und begrüßen diese Entscheidung von Unilever!

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