Kambodscha: Touristen dürfen nicht mehr auf Elefanten reiten

Die Nutzung der Elefanten für die Unterhaltung der Touristen wurde verboten. Auch mit den Aufführungen ist jetzt Schluss.

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Kambodscha: Touristen dürfen nicht mehr auf Elefanten reiten

Millionen von Touristen besuchen jedes Jahr den nördlichen Teil von Siem Reap, um den archäologischen Komplex von Angkor zu erkunden, in dem zahlreiche Tempel aus dem 9. und 15. Jahrhundert untergebracht sind. Das wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. Beamte in Kambodscha haben nämlich angekündigt, dass Touristen im berüchtigten Angkor-Tempelpark des Landes, keine Elefanten mehr reiten dürfen.

Der Park, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, erstreckt sich über 400 Quadratkilometer. Für viele der Besucher war es an der Tagesordnung, auf einen der 14 Elefanten zu steigen und die spektakulären Monumente zu besichtigen. Den majestätischen Tieren wurde auch beigebracht, Aufführungen für Touristen zu veranstalten.

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Der Park in Kambodscha steckte viel Kritik ein

Touristen auf einem Elefanten in Kambodscha

Der Park wurde in der Vergangenheit häufig kritisiert, weil viele der Elefanten zu alt oder ungesund sind. Tierschützer haben die Besitzer beschuldigt, die Elefanten überlastet zu haben, und die Beamten ermutigt, die Nutzung der Elefanten für die Unterhaltung der Touristen endgültig einzustellen.

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Die Apsara-Behörde schreitet ein

Touristen auf einem der 14 Elefanten in Kambodscha

Long Kosal, ein Sprecher der Apsara-Behörde, die den Park verwaltet, gab zu, dass einige der Tiere "bereits alt" seien und dass "die Verwendung von Elefanten für geschäftliche Zwecke nicht mehr angebracht ist". Nicht, dass es jemals angemessen gewesen wäre, Tiere einer Grausamkeit auszusetzen, aber zumindest unternehmen sie endlich Schritte, um ihre Fehler zu korrigieren.

Auch PETA äußerte sich auf Twitter zum Verbot:

Das Unternehmen, dem die Elefanten gehören, wird sich weiterhin um sie kümmern und die Tiere aus dem Park in einen 40 Kilometer entfernten Gemeinschaftswald unterbringen, wo sie in Frieden leben können.

Das Leiden der Tiere wird somit offiziell Anfang 2020 beendet worden sein. Das Verbot kommt leider drei Jahre zu spät. Ein Elefant brach bereits zusammen und starb, weil im Park zwei Touristen trug. Tausende Menschen unterzeichneten eine Petition, um die Elefanten aus den schlimmen Situationen zu befreien.

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