Sachsen-Anhalt: Chef kündigt Impfverweigerer

Sieben Mitarbeiterinnen eines Pflegedienstes wurden rausgeschmissen, weil sie in Sachen Corona-Impfung erst mal abwarten wollten.

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Sachsen-Anhalt: Chef kündigt Impfverweigerer

In einem Pflegedienst in Dessau (Sachsen-Anhalt) erhielten sieben Mitarbeiterinnen eine Kündigung, weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen haben. Gegenüber „MDR“ sagte ein Mitglied der Geschäftsführung, dass in Zukunft kein Patient des Pflegedienstes von Personal gepflegt werden sollte, das noch keine Impfung erhalten hat.

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Mitarbeiterinnen lassen Ultimatum zur Corona-Impfung verstreichen

Alte dame die im pflegeheim häkelt

„Uns wurde ein Ultimatum von drei Tagen gestellt und es war 12 Uhr. Kurz nach 12 haben wir schon die Kündigung erhalten”, so eine der betroffenen Mitarbeiterinnen gegenüber dem MDR Sachsen-Anhalt. Sie wolle sich definitv gegen Corona impfen lassen, hatte aber lediglich ein Bedürfnis nach ein wenig Bedenkzeit und wollte noch nicht sofort zur Corona-Impfung.

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Eine andere Mitarbeiterin ist der gleichen Meinung. Sie wolle sich auch impfen lassen, aber möchte selbst darüber entscheiden, wann es so weit ist. Was ja auch ihr gutes Recht ist. Der Chef sieht in diesem Verhalten der Mitarbeiterinnen allerdings einen Kündigungsgrund und kündigte einige fristgerecht und andere wiederum sogar fristlos.

Wie findest du das Verhalten des Chefs? Wir finden, dass die Mitarbeiterinnen eigentlich richtig gehandelt haben und dies keine Kündigung rechtfertigt. Jeder Mensch sollte selbst darüber entscheiden dürfen, wann und mit welchem Impfstoff er sich impfen lassen möchte. Eine gesetzliche Impfpflicht besteht in Deutschland noch nicht.

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